Ihr Gender Pay Gap, eingeordnet vor der eigenen Analyse
Auch ohne eigene Analyse und ohne vorliegende Daten: der Erwartungswert für Ihren unbereinigten Gender Pay Gap aus Branche, Land und Betriebsgröße. Grundlage sind die offenen Eurostat-Tabellen (Strukturerhebung 2022, Jahresreihe bis 2024) für Deutschland, Österreich und die Schweiz, für Deutschland zusätzlich nach Bundesland aus der Destatis-Verdiensterhebung April 2025. Keine Kundendaten, nur amtliche Aggregate.
Datenstand: Eurostat 2024 · Destatis April 2025 · UK Gender Pay Gap Service 2025/26
Stundenbasis: Differenz der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste ohne Sonderzahlungen aller Beschäftigten, Unternehmen ab 10 Beschäftigten, ohne öffentliche Verwaltung. So definieren Eurostat und Destatis den Gap.
Erwartungswert für diese Struktur
Der eigene Gap liegt 5,1 Prozentpunkte unter dem Branchenmittel für Verarbeitendes Gewerbe in Deutschland bei 250–499 Beschäftigten. Das sagt nichts darüber, ob der Unterschied begründbar ist. Dafür braucht es die Zerlegung im Unternehmen.
Im mittleren Bereich der Firmen (Q1–Q3)So setzt sich der Erwartungswert zusammen
- Branchen-Gap Deutschland 2024 (Eurostat)
- 19,1 %
- zum Vergleich: Destatis April 2025
- 19 %
- Datenstand Branchen-Gap
- Eurostat earn_gr_gpgr2 2024, vorläufig (p)
- Größeneffekt 250–499 (Deutschland, Destatis 2025)
- +0,0 PP
- Erwartungswert
- 19,1 %
- Land gesamt 2024
- 15,6 %
- Eigener Wert
- 14,0 %
- Abstand zum Erwartungswert
- −5,1 PP
Wie breit ist der übliche Bereich?
Firmen streuen innerhalb einer Branche weit um den Branchenwert. Der Korridor zeigt, wo die mittleren 50 % (dunkel) und die mittleren 80 % (hell) der Unternehmen liegen würden. Kalibriert ist er an den offenen Firmenmeldungen des UK Gender Pay Gap Service 2025/26 (rund 11.300 Arbeitgeber ab 250 Beschäftigten, gleiche Kennzahl: mittlerer Stundenverdienst, Männerreferenz), übertragen auf den hiesigen Erwartungswert.
Streuung aus UK-Meldungen 2025/26 (Branche C, 250–499 Beschäftigte, n = 732): mittlere 50 % der Firmen zwischen −7,7 PP und +7,1 PP um den Median, mittlere 80 % zwischen −14,4 PP und +13,3 PP. Übertragung auf DACH ist eine Annahme; ab 2027 lässt sich der Korridor an den Berichten nach der EU-Richtlinie nachkalibrieren.
Branche im Zeitverlauf
Unbereinigter Gender Pay Gap 2014–2024, Bruttostundenverdienst, Unternehmen ab 10 Beschäftigten. Der grüne Punkt ist der eingegebene eigene Wert.
Alle Branchen 2024 im Vergleich
Sortiert nach Gap; die gewählte Branche ist hervorgehoben, der eigene Wert als Marke eingetragen.
Bundesländer im Vergleich
Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen je Bundesland für die gewählte Branche, Destatis-Verdiensterhebung April 2025 (auf ganze Prozent gerundet). Das gewählte Land ist hervorgehoben.
Bundesland im Zeitverlauf
Verdienstunterschied der gewählten Branche nach Destatis-Verdiensterhebung, April 2022 bis April 2025. Der grüne Punkt ist der eingegebene eigene Wert.
Methode, Grenzen, Quellen
Bezugsbasis: Standard ist der EU-/Destatis-Gap (mittlerer Bruttostundenverdienst ohne Sonderzahlungen, alle Beschäftigten, Männerreferenz). Wer im Unternehmen mit Jahresentgelt inklusive Sonderzahlungen rechnet, wählt die Jahresbasis (Destatis 62361-0036, Vollzeitbeschäftigte). Die Umrechnung auf die Frauenreferenz folgt gF = gM / (1 − gM).
Der Erwartungswert beschreibt, welcher unbereinigte Gap für ein Unternehmen dieser Struktur typisch wäre. Ob ein Anteil davon begründbar ist, sagt er nicht.
Die 5-Prozent-Schwelle der EU-Entgelttransparenzrichtlinie (2023/970) bezieht sich auf nicht gerechtfertigte Entgeltunterschiede innerhalb einer Arbeitnehmerkategorie und ist mit dem unbereinigten Branchen-Gap nicht vergleichbar; dafür braucht es die gemeinsame Entgeltbewertung bzw. die Zerlegung im Unternehmen. Umsetzung in Deutschland offen (Stand Juni 2026); erste Arbeitgeberberichte ≥ 250 Beschäftigte zum 07.06.2027 für 2026; Schwelle 5 % für gemeinsame Entgeltbewertung. Stand dieser Angabe: 12.09.2026.
Einzelne Zellen der Strukturerhebung (vor allem kleine Branchen, Tarifbindungs-Kategorien und Größenklassen in AT und CH) beruhen auf wenigen Beobachtungen und schwanken entsprechend. Für die Schweiz stammen die Jahreswerte aus der Lohnstrukturerhebung des BFS, harmonisiert durch Eurostat. Die Größenklassen enthalten auch Unternehmen unter 10 Beschäftigten, die im Jahres-Gap fehlen.
Quellen: Eurostat, earn_gr_gpgr2 (Gender pay gap in unadjusted form by NACE), earn_ses22_13 (Alter), earn_ses22_17 (Betriebszugehörigkeit), earn_ses22_16 (Bildung), earn_ses22_12 (Tarifbindung), earn_ses22_18 (Betriebsgröße). Destatis, Verdiensterhebung April 2025, GENESIS-Tabellen 62361-0036, 62361-0046, 62361-0047, 62361-0051 und 62361-0052. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online; Datenlizenz Deutschland, Namensnennung, Version 2.0. Eurostat-Daten unter CC BY 4.0, Quelle: Eurostat. Streuung der Unternehmen: UK Gender Pay Gap Service 2025/26, enthält Informationen des öffentlichen Sektors, lizenziert unter der Open Government Licence v3.0. Alle Gap-Werte sind eigene Berechnungen auf Basis dieser Daten.
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